Aktueller Preis
0.1430 €/kWh
18:45 - 19:00
Mindestpreis
0.0944 €/kWh
03:00 - 03:15
Durchschnittlicher Preis
0.1113 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.1470 €/kWh
18:30 - 18:45

Strompreise - Belgien

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Belgien im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Brussels)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1381 0.1015
00:15 - 00:30 0.1201 0.1031
00:30 - 00:45 0.1005 0.1008
00:45 - 01:00 0.0999 0.0968
01:00 - 01:15 0.1389 0.1006
01:15 - 01:30 0.1140 0.0954
01:30 - 01:45 0.1093 0.1000
01:45 - 02:00 0.0985 0.0986
02:00 - 02:15 0.1093 0.0969
02:15 - 02:30 0.1001 0.0962
02:30 - 02:45 0.1004 0.0951
02:45 - 03:00 0.0987 0.0944
03:00 - 03:15 0.0944 0.0932
03:15 - 03:30 0.0979 0.0908
03:30 - 03:45 0.0963 0.0907
03:45 - 04:00 0.0987 0.0903
04:00 - 04:15 0.0989 0.0917
04:15 - 04:30 0.0987 0.0919
04:30 - 04:45 0.0980 0.0922
04:45 - 05:00 0.0977 0.0926
05:00 - 05:15 0.0977 0.0948
05:15 - 05:30 0.0954 0.0909
05:30 - 05:45 0.0999 0.0961
05:45 - 06:00 0.0999 0.0985
06:00 - 06:15 0.0945 0.0910
06:15 - 06:30 0.0967 0.1044
06:30 - 06:45 0.0957 0.1141
06:45 - 07:00 0.0981 0.1211
07:00 - 07:15 0.0976 0.1175
07:15 - 07:30 0.0972 0.1230
07:30 - 07:45 0.1023 0.1398
07:45 - 08:00 0.1044 0.1351
08:00 - 08:15 0.1039 0.1355
08:15 - 08:30 0.1058 0.1416
08:30 - 08:45 0.1084 0.1406
08:45 - 09:00 0.1069 0.1372
09:00 - 09:15 0.1117 0.1544
09:15 - 09:30 0.1106 0.1431
09:30 - 09:45 0.1097 0.1364
09:45 - 10:00 0.1100 0.1282
10:00 - 10:15 0.1154 0.1333
10:15 - 10:30 0.1107 0.1291
10:30 - 10:45 0.1099 0.1244
10:45 - 11:00 0.1075 0.1156
11:00 - 11:15 0.1098 0.1262
11:15 - 11:30 0.1091 0.1181
11:30 - 11:45 0.1085 0.1126
11:45 - 12:00 0.1079 0.1113
12:00 - 12:15 0.1107 0.1145
12:15 - 12:30 0.1063 0.1116
12:30 - 12:45 0.1080 0.1140
12:45 - 13:00 0.1051 0.1126
13:00 - 13:15 0.1028 0.1134
13:15 - 13:30 0.0998 0.1083
13:30 - 13:45 0.0996 0.1075
13:45 - 14:00 0.0989 0.1066
14:00 - 14:15 0.1003 0.1046
14:15 - 14:30 0.1009 0.1047
14:30 - 14:45 0.1032 0.1061
14:45 - 15:00 0.1046 0.1085
15:00 - 15:15 0.1038 0.1032
15:15 - 15:30 0.1082 0.1064
15:30 - 15:45 0.1126 0.1105
15:45 - 16:00 0.1148 0.1129
16:00 - 16:15 0.1068 0.1035
16:15 - 16:30 0.1124 0.1090
16:30 - 16:45 0.1158 0.1154
16:45 - 17:00 0.1258 0.1207
17:00 - 17:15 0.1240 0.1109
17:15 - 17:30 0.1266 0.1176
17:30 - 17:45 0.1325 0.1259
17:45 - 18:00 0.1366 0.1220
18:00 - 18:15 0.1352 0.1251
18:15 - 18:30 0.1359 0.1198
18:30 - 18:45 0.1470 0.1217
18:45 - 19:00 0.1430 0.1188
19:00 - 19:15 0.1448 0.1426
19:15 - 19:30 0.1388 0.1293
19:30 - 19:45 0.1392 0.1200
19:45 - 20:00 0.1348 0.1080
20:00 - 20:15 0.1388 0.1087
20:15 - 20:30 0.1393 0.1065
20:30 - 20:45 0.1293 0.1040
20:45 - 21:00 0.1199 0.1015
21:00 - 21:15 0.1222 0.1084
21:15 - 21:30 0.1185 0.1054
21:30 - 21:45 0.1119 0.1008
21:45 - 22:00 0.1027 0.0948
22:00 - 22:15 0.1175 0.1042
22:15 - 22:30 0.1134 0.1014
22:30 - 22:45 0.1154 0.1017
22:45 - 23:00 0.1090 0.1050
23:00 - 23:15 0.1153 0.0989
23:15 - 23:30 0.1062 0.0912
23:30 - 23:45 0.1087 0.0906
23:45 - 00:00 0.1015 0.0858


Belgiens sich wandelnder Energiemarkt (2023–2025)

Die belgische Energielandschaft durchläuft derzeit einige der bedeutendsten Veränderungen seit Jahrzehnten. Kernreaktoren, die lange Zeit das Rückgrat der Stromversorgung bildeten, werden schrittweise stillgelegt oder im Rahmen neuer Vereinbarungen verlängert. Gleichzeitig wachsen Wind- und Solarenergie in einem beispiellosen Tempo, und neue Strompreisgestaltungen sollen den Verbrauchern helfen, Geld zu sparen und ein flexibleres, grüneres Netz zu unterstützen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen, die den belgischen Strommarkt von 2023 bis 2025 prägen.


1. Das Rückgrat: Kernenergie, Gas und steigende Importe

  • Kernenergie
    Historisch lieferte Kernenergie etwa 40 % des belgischen Stroms. Obwohl einige Reaktoren in den kommenden Jahren abgeschaltet werden sollen, wurden einigen die Betriebslaufzeiten verlängert, um Versorgungslücken zu überbrücken. Im Jahr 2023 sank die Kernenergieproduktion leicht, deckte jedoch weiterhin einen großen Teil der nationalen Nachfrage ab.
  • Gaskraftwerke
    Erdgas steht an zweiter Stelle, obwohl die Produktion von 2023 bis 2024 zurückging – teilweise, weil Belgien günstigeren Strom aus Nachbarländern importieren konnte. Während die Kernkraftkapazitäten abnehmen, sollen neue Gaskraftwerke einspringen, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten – zumindest bis der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranschreitet.
  • Hoher Importanteil
    Die Importe aus Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Deutschland sind zuletzt stark gestiegen. Dieser grenzüberschreitende Handel ist entscheidend, um die belgische Stromnachfrage zu decken und Preisschwankungen auszugleichen. Auch in Zukunft wird eine Importabhängigkeit erwartet, da der Ausbau der erneuerbaren Energien zunimmt und sich die Verfügbarkeit der Kernkraft verändert.

2. Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

  • Wind- & Solarboom
    Erneuerbare Energien – insbesondere Wind und Sonne – steigern ihren Anteil an Belgiens Stromversorgung rasant. Im Jahr 2023 machten Wind- und Solarenergie etwa ein Drittel des Strommixes aus – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt. Offshore-Windenergie in der Nordsee ist ein besonderer Erfolg, und Belgien gehört nun zu den führenden Ländern Europas in Bezug auf Offshore-Kapazität.
  • Politische Unterstützung
    Regionale und föderale Behörden haben verschiedene Fördermechanismen eingeführt – Grünstromzertifikate, Investitionszuschüsse und Infrastrukturverbesserungen – um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Die Installation von Solarpanels boomt, angetrieben durch sinkende Kosten und günstige Förderpolitik. Auch die Windkraft an Land wächst, obwohl lokale Genehmigungen und Flächenverfügbarkeit den Ausbau verzögern können.
  • Ziele für die Zukunft
    Geplant sind weitere Offshore-Windparks, kontinuierliches Wachstum bei Onshore-Windkraft und ein deutlicher Ausbau der Solarkapazität. Bis 2025 werden erneuerbare Energien einen immer größeren Teil der Stromerzeugung übernehmen – allerdings sind dafür auch weitere Netzmodernisierungen notwendig, um die schwankende Stromproduktion von Wind und Sonne zu bewältigen.

3. Wie Strompreise entstehen

Die Strompreise für Endverbraucher in Belgien unterteilen sich in der Regel in drei Hauptbestandteile:

  1. Energiekomponente
    Dies ist der Großhandels-basierte Preis des Stroms zuzüglich der Marge des Anbieters. Sie macht etwa 40 % einer durchschnittlichen Haushaltsrechnung aus. Verbraucher können Anbieter vergleichen und durch einen Wechsel mitunter Geld sparen.

  2. Netzentgelte
    Rund ein Viertel der Rechnung entfällt auf die Kosten für den Stromtransport über Hochspannungs- (Übertragungsnetz) und lokale (Verteilnetz) Netze. Diese Tarife sind reguliert und variieren je nach Region (Flandern, Wallonien, Brüssel) leicht. Bemerkenswert: Flandern hat 2023 kapazitätsbasierte Netzentgelte eingeführt, bei denen teilweise die Spitzenlast und nicht nur der Gesamtverbrauch berücksichtigt wird.

  3. Steuern & Abgaben
    Staatliche Steuern und Abgaben machen oft bis zu 30 % der Endrechnung aus. Die Mehrwertsteuer auf Strom liegt weiterhin bei 6 % (statt zuvor 21 %) – eine Entlastungsmaßnahme aus der jüngsten Energiekrise. Weitere Abgaben finanzieren Programme wie Förderungen für erneuerbare Energien, Sozialtarife und andere gemeinwohlorientierte Verpflichtungen.

Da zwei der drei Hauptkostenbestandteile (Netzentgelte und Steuern) reguliert oder fix sind, führen Schwankungen auf dem Großhandelsmarkt nicht immer zu drastischen Änderungen auf der monatlichen Stromrechnung.


4. Dynamische Tarife: Eine neue Möglichkeit zum Sparen

  • Was sind dynamische Tarife?
    Dynamische Stromtarife koppeln den Preis, den Sie zahlen, an die stündlichen Großhandelspreise. Mit einem digitalen (intelligenten) Zähler wird Ihr Verbrauch stündlich erfasst und der Tarif in Echtzeit angepasst. Wenn mittags viel Wind- oder Solarstrom verfügbar ist und die Großhandelspreise sinken, profitieren Sie, indem Sie zu diesen Zeiten Geräte nutzen oder ein Elektrofahrzeug laden.
  • Warum jetzt?
    Das EU-Clean-Energy-Paket verpflichtet die Mitgliedstaaten, mindestens einen dynamischen Tarif für alle Haushalte mit intelligentem Zähler anzubieten. Belgien kommt dem nach, und Flandern – wo der Rollout am weitesten fortgeschritten ist – bietet bereits zahlreiche solcher Tarife an.
  • Wer profitiert?
    Haushalte, die energieintensive Tätigkeiten (wie Waschen, Geschirrspülen oder E-Auto-Laden) auf Nebenzeiten verlagern können, sparen erheblich. Auch Unternehmen mit flexiblen Betriebszeiten profitieren. Wer hingegen den Großteil seines Stroms abends verbraucht, profitiert weniger – oder zahlt sogar mehr, wenn keine Verhaltensanpassung erfolgt.

5. Top-Stromanbieter mit dynamischen Tarifen

Mehrere große und spezialisierte Anbieter bieten inzwischen dynamische Stromtarife für belgische Haushalte an:

  • Engie Electrabel
    Als größter Anbieter Belgiens war Engie einer der ersten mit einem dynamischen Tarif. Geboten werden stündliche Preise sowie eine App, die hilft, den Verbrauch auf günstige Zeiten zu legen.

  • EDF Luminus
    EDF Luminus bietet einen dynamischen Vertrag, der direkt an den Großhandelsmarkt gekoppelt ist. Die einjährigen Verträge basieren auf 100 % erneuerbarer Energie und bieten Echtzeitpreise für Kunden mit Smart Meter.

  • Eneco
    Enecos „Zon & Wind Dynamisch“-Vertrag ist bekannt für seine vollständig grüne Energieversorgung. Kunden können tägliche Preisprognosen einsehen und so ihr Verhalten gezielt anpassen, um günstige Tarife zu nutzen.

  • Mega
    Ein schnell wachsender unabhängiger Anbieter mit einfachen, wettbewerbsfähigen Tarifen – nun auch mit dynamischer Option. Mega betont Einfachheit und Erschwinglichkeit und richtet sich besonders an preisbewusste Haushalte.

  • Weitere (Bolt, Octa+ usw.)
    Auch kleinere Anbieter sind in den Bereich dynamischer Tarife eingestiegen. Viele setzen auf Nischenangebote wie ultra-grüne Energiequellen, gemeinschaftsbasierten Energieaustausch oder ausgefeilte Apps.


Der Weg in die Zukunft

Zwischen heute und 2025 wird sich der belgische Energiemarkt weiter in Richtung erneuerbare Energien verschieben und zunehmend auf grenzüberschreitenden Stromhandel setzen. Flexible und dynamische Tarife – einst Nischenprodukte – werden zunehmend zum Standard, gefördert durch politische Vorgaben und neue Technologien wie digitale Zähler und Smart-Home-Geräte.

Für Verbraucher wird es entscheidend sein, zu verstehen, wie Preise entstehen – und wann und wie sie ihren Verbrauch anpassen können, um maximale Einsparungen zu erzielen. Gleichzeitig investieren Belgiens Netzbetreiber in Systeme, um höhere Anteile von Wind- und Solarstrom effizient und sicher zu integrieren.

Insgesamt verspricht der Wandel hin zu sauberer Energie, kombiniert mit neuen, verbraucherorientierten Preisgestaltungsmodellen, eine Transformation des belgischen Stromsektors in den kommenden Jahren. Ob Privatperson oder Unternehmen – wer mitzieht, kann sowohl finanziell als auch ökologisch profitieren.


Sie möchten auf einen dynamischen Tarif umsteigen?

  1. Prüfen Sie, ob Sie bereits einen Smart Meter besitzen (Pflicht für stundengenaue Tarife).
  2. Vergleichen Sie Anbieter online. Viele stellen detaillierte Informationen zu ihren dynamischen Angeboten bereit.
  3. Analysieren Sie Ihr Verbrauchsverhalten. Wenn Sie Stromnutzung auf Nebenzeiten verlagern können, sind erhebliche Einsparungen möglich.

Belgiens Energiezukunft ist noch im Wandel. Doch eines ist sicher: Mit dem Aufstieg erneuerbarer Energien und dynamischer Preismodelle erhalten Verbraucher mehr Optionen – und mehr Macht – als je zuvor.