Strompreise - Österreich

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Österreich im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Vienna)
Zeitraum €/kWh
00:00 - 00:15 0.1774
00:15 - 00:30 0.1670
00:30 - 00:45 0.1621
00:45 - 01:00 0.1586
01:00 - 01:15 0.1719
01:15 - 01:30 0.1592
01:30 - 01:45 0.1498
01:45 - 02:00 0.1466
02:00 - 02:15 0.1479
02:15 - 02:30 0.1456
02:30 - 02:45 0.1433
02:45 - 03:00 0.1417
03:00 - 03:15 0.1408
03:15 - 03:30 0.1406
03:30 - 03:45 0.1383
03:45 - 04:00 0.1391
04:00 - 04:15 0.1365
04:15 - 04:30 0.1448
04:30 - 04:45 0.1478
04:45 - 05:00 0.1512
05:00 - 05:15 0.1689
05:15 - 05:30 0.1702
05:30 - 05:45 0.1720
05:45 - 06:00 0.1808
06:00 - 06:15 0.1828
06:15 - 06:30 0.1843
06:30 - 06:45 0.1811
06:45 - 07:00 0.1719
07:00 - 07:15 0.1750
07:15 - 07:30 0.1674
07:30 - 07:45 0.1618
07:45 - 08:00 0.1556
08:00 - 08:15 0.1673
08:15 - 08:30 0.1570
08:30 - 08:45 0.1502
08:45 - 09:00 0.1256
09:00 - 09:15 0.1631
09:15 - 09:30 0.1347
09:30 - 09:45 0.1272
09:45 - 10:00 0.1218
10:00 - 10:15 0.1346
10:15 - 10:30 0.1196
10:30 - 10:45 0.1110
10:45 - 11:00 0.0900
11:00 - 11:15 0.0922
11:15 - 11:30 0.0799
11:30 - 11:45 0.0706
11:45 - 12:00 0.0713
12:00 - 12:15 0.0554
12:15 - 12:30 0.0613
12:30 - 12:45 0.0742
12:45 - 13:00 0.0498
13:00 - 13:15 0.0883
13:15 - 13:30 0.1014
13:30 - 13:45 0.0969
13:45 - 14:00 0.1024
14:00 - 14:15 0.1069
14:15 - 14:30 0.1378
14:30 - 14:45 0.1229
14:45 - 15:00 0.1167
15:00 - 15:15 0.1024
15:15 - 15:30 0.1183
15:30 - 15:45 0.1239
15:45 - 16:00 0.1554
16:00 - 16:15 0.0882
16:15 - 16:30 0.1056
16:30 - 16:45 0.1516
16:45 - 17:00 0.1749
17:00 - 17:15 0.1361
17:15 - 17:30 0.1585
17:30 - 17:45 0.1910
17:45 - 18:00 0.2078
18:00 - 18:15 0.1909
18:15 - 18:30 0.2059
18:30 - 18:45 0.2060
18:45 - 19:00 0.2728
19:00 - 19:15 0.2060
19:15 - 19:30 0.2060
19:30 - 19:45 0.2060
19:45 - 20:00 0.2300
20:00 - 20:15 0.2678
20:15 - 20:30 0.2609
20:30 - 20:45 0.2417
20:45 - 21:00 0.2437
21:00 - 21:15 0.2269
21:15 - 21:30 0.2168
21:30 - 21:45 0.2083
21:45 - 22:00 0.1959
22:00 - 22:15 0.2123
22:15 - 22:30 0.2034
22:30 - 22:45 0.1981
22:45 - 23:00 0.1908
23:00 - 23:15 0.1872
23:15 - 23:30 0.1781
23:30 - 23:45 0.1751
23:45 - 00:00 0.1675


Die Zukunft ist erneuerbar: Ein Überblick über Österreichs Energiemarkt 2023–2025

Österreich treibt die grüne Energiewende mit Hochdruck voran – und die Ergebnisse von 2023 bis 2025 sprechen für sich. Mit einem der höchsten Anteile erneuerbarer Stromerzeugung in Europa, einem wachsenden Netz dynamischer Tarife und dem Einsatz von Smart Metering als Innovationsmotor setzt Österreich ein Beispiel dafür, wie ein modernes Stromsystem Nachhaltigkeit, Flexibilität und Verbraucherorientierung vereinen kann.

🇦🇹 Woher kommt Österreichs Strom?

Im Jahr 2023 erzeugte Österreich beeindruckende 87 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen, wobei Wasserkraft an der Spitze stand – sie lieferte rund zwei Drittel des Gesamtangebots. Dank robuster Investitionen und günstiger Wetterbedingungen hat sich die Solarstromproduktion mehr als verdoppelt und die Windkraft legte auf über 15 % im Energiemix zu. Die gasbetriebene Stromerzeugung, einst eine Absicherung, wurde deutlich reduziert.

🌱 Erneuerbare sind das Rückgrat

Österreichs Ziel von 100 % erneuerbarem Strom bis 2030 ist in greifbarer Nähe. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) der Regierung treibt dieses Wachstum voran und soll bis Ende des Jahrzehnts jährlich 27 TWh grüner Energie hinzufügen. Das bedeutet mehr Solardächer, Windräder und lokale Energiegemeinschaften. Ein wichtiger politischer Erfolg: Mehrwertsteuerbefreiung für Kleinanlagen ab 2024, was Solarenergie für Hausbesitzer erschwinglicher macht.

💸 Wie wird Strom bepreist?

Stromrechnungen in Österreich setzen sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen:

  • Energiekosten (~50 %): der eigentliche Strom, wettbewerbsfähig bepreist
  • Netzgebühren (~30 %): regulierte Gebühren für die Netzinfrastruktur
  • Steuern & Abgaben (~20 %): inklusive USt und Förderbeiträgen für Erneuerbare

Staatliche Maßnahmen wie die „Strompreisbremse“ und der Verzicht auf Ökostromumlagen 2023–2024 halfen, Verbraucher vor globalen Energiepreisschocks zu schützen. Allerdings treiben steigende Netzgebühren im Jahr 2025 (+20–30 % in manchen Regionen) die Rechnungen erneut nach oben.

⚡ Smart Meter + smarte Tarife = smarte Ersparnisse

Mit einem Smart-Meter-Ausbau von rund 95 % bis 2024 können österreichische Verbraucher nun dynamische Stromtarife nutzen – Tarife, bei denen sich der Preis je nach Tageszeit oder Marktbedingungen ändert.

Zwei Haupttypen setzen sich durch:

  • Tarife mit zeitabhängiger Nutzung (z. B. Nach- oder Wochenendrabatte)
  • Echtzeit-, stundengenaue Tarife, die sich am Großhandelsmarkt (EPEX Spot) orientieren

Diese bieten findigen Nutzern (insbesondere mit E-Autos, Wärmepumpen oder Solarbatterien) die Möglichkeit, durch Verlagerung ihres Verbrauchs in günstigere, grünere Zeiten zu sparen. Bei Überangebot sinken die Preise sogar ins Negative – man kann also Geld fürs Stromnutzen bekommen.

🔌 Wer bietet dynamische Tarife an?

Bis 2025 bieten mehrere österreichische Energieversorger – national wie regional – dynamische oder flexible Tarife an:

  • aWATTar: Stündliche Spotmarktpreise österreichweit
  • SmartEnergy von Energie Steiermark: bietet sowohl stündliche als auch zeitabhängige Optionen
  • Burgenland Energie: „Voll Aktiv“ mit Echtzeitpreisen
  • AAE Naturstrom (Kärnten): „Naturstrom Spot Stunde“ für umweltbewusste Kunden
  • oekostrom AG: „Spot+“ mit optionaler smarter Steuerung
  • Kelag: Neuer Tarif „Strom Pro“, gestartet 2025

Diese Tarife kommen oft mit Apps, Smart-Home-Integrationen und transparenter stundengenauer Preisgestaltung – ideal für alle, die ihre Energienutzung aktiv steuern möchten.


Fazit: Österreichs grüner Sprung nach vorn

Von Wasserkraft bis hin zu Solaranlagen auf Hausdächern, von Gesetzen bis zur Preisgestaltung – Österreichs Energiesystem wird zunehmend sauberer, intelligenter und verbraucherorientierter. Im Jahr 2025 sind dynamische Preise und Innovation im Bereich der Erneuerbaren keine Schlagworte mehr – sie sind Teil des Alltags für Haushalte und Unternehmen.

Ob Sie nun Ihr E-Auto in einer stürmischen Nacht laden oder die Spülmaschine auf sonnige Mittagsstunden timen – die Botschaft ist klar: Die Stromzukunft Österreichs ist schon Realität – und sie ist zu 100 % erneuerbar.



Spitzenzeiten und Nebenzeiten

Österreich 2024 – Durchschnittlicher stündlicher Großhandelspreis für Strom (EPEX)



1. Die zwei klaren Preisspitzen

Spitze Zeitfenster Durchschn. Preis im Fenster* % über Tagesminimum Wahrscheinliche Ursachen
Morgenspitze 07:00 – 10:00 ≈ €0,114 / kWh (Höchstwert: €0,121 um 08:00) +42 % im Vergleich zum Tagestief Nachfrage zur Frühstückszeit, Pendler steigen in Züge & Straßenbahnen, industrieller Hochlauf vor voller Solarleistung.
Abendspitze 18:00 – 21:00 ≈ €0,127 / kWh (Höchstwert: €0,135 um 20:00) +68 % im Vergleich zum Tagestief „Doppelbelastung zur Abendzeit“: Haushaltsverbrauch (Kochen, Beleuchtung, Wärmepumpen) steigt stark an, während die Solarproduktion abfällt und flexible Gas-/Wasserkraftwerke den Preis bestimmen.

*Einfacher Durchschnitt der Stunden im jeweiligen Fenster.

2. Mittägliche & nächtliche Flauten

  • Nächtliche Nebenlast (01:00 – 05:00) erreicht Tiefstwerte von €0,080 – 0,083 / kWh. Grundlastkraftwerke wie Kernkraft, Laufwasserkraft und Wind decken oft den Bedarf, sodass kaum teure Kraftwerke laufen müssen.
  • Mittägliches Tief (13:00 – 15:00) sinkt auf €0,083 – 0,087 / kWh, obwohl der Verbrauch moderat bleibt. Viel Solarstrom im Alpen‑deutschen Gebotsgebiet senkt die Grenzpreise; europaweit wird dieses „Solar-Tal“ jedes Jahr tiefer, da die PV-Kapazität wächst.

3. Was die Kurve über Österreichs System aussagt

Beobachtung Auswirkung für Verbraucher & Betreiber
Die abendliche Spitze ist höher und breiter als die morgendliche. Flexibilität am Abend (Lastverschiebung, Batterienutzung, Pumpspeicher, Importe) ist wertvoller als Verschiebung am Morgen.
Nur eine €0,054 / kWh Spanne trennt das absolute Minimum (€0,080 um 04:00) vom Maximum (€0,135 um 20:00). Im Vergleich zu den Krisenjahren 2022–23 hat sich die Volatilität beruhigt – dank günstigerem Gas und Rekordwerten bei Erneuerbaren. Dennoch können Haushalte mit stundengenauen Tarifen ihre Kosten um 25–30 % senken, indem sie Verbrauch von den roten in die blauen Balkenzeiten verlagern.
Das mittägliche „Solar-Tal“ ist inzwischen fast so günstig wie das nächtliche Tief. Tagsüber Elektroauto laden oder industrielle Wärmepumpen betreiben lässt sich mittags mit minimalen Kosten und CO₂-Ausstoß realisieren.

4. Vergleich mit benachbarten Märkten

Das Doppelspitzen- und Solar-Tal-Profil ist auch in Deutschland und der Schweiz üblich, da sie im gekoppelten EPEX SPOT-Markt agieren. Aktuelle Marktanalysen führen die zunehmende Tiefe der Flaute vor allem auf den rasanten Ausbau von Photovoltaik und gesunkene Brennstoffpreise zurück, während die Nachfrage morgens und abends durch soziale Routinen konstant bleibt.


Fazit: Ein „typischer“ österreichischer Tag 2024 zeigt ein schulbuchmäßiges Nachfrageprofil mit Morgen- und Abendspitze, aber zunehmende Solarabdeckung erzeugt eine zweite Nebenlast um die Mittagszeit. Wer Geräte zwischen 11 Uhr und 15 Uhr oder nach Mitternacht betreibt bzw. Batterien lädt, kann Strom konstant 30–60 % günstiger als zum Abendpreis beziehen.