Aktueller Preis
0.1608 €/kWh
21:30 - 21:45
Mindestpreis
0.0703 €/kWh
14:45 - 15:00
Durchschnittlicher Preis
0.1200 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.1718 €/kWh
22:00 - 22:15

Strompreise - Niederlande

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Niederlande im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Amsterdam)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1486 0.1410
00:15 - 00:30 0.1424 0.1339
00:30 - 00:45 0.1383 0.1329
00:45 - 01:00 0.1333 0.1252
01:00 - 01:15 0.1428 0.1281
01:15 - 01:30 0.1338 0.1247
01:30 - 01:45 0.1326 0.1236
01:45 - 02:00 0.1298 0.1214
02:00 - 02:15 0.1310 0.1233
02:15 - 02:30 0.1283 0.1208
02:30 - 02:45 0.1282 0.1201
02:45 - 03:00 0.1269 0.1193
03:00 - 03:15 0.1279 0.1201
03:15 - 03:30 0.1266 0.1173
03:30 - 03:45 0.1265 0.1176
03:45 - 04:00 0.1253 0.1178
04:00 - 04:15 0.1254 0.1164
04:15 - 04:30 0.1249 0.1168
04:30 - 04:45 0.1260 0.1184
04:45 - 05:00 0.1279 0.1196
05:00 - 05:15 0.1244 0.1222
05:15 - 05:30 0.1260 0.1234
05:30 - 05:45 0.1279 0.1266
05:45 - 06:00 0.1303 0.1297
06:00 - 06:15 0.1335 0.1349
06:15 - 06:30 0.1385 0.1359
06:30 - 06:45 0.1410 0.1355
06:45 - 07:00 0.1342 0.1332
07:00 - 07:15 0.1444 0.1436
07:15 - 07:30 0.1359 0.1375
07:30 - 07:45 0.1336 0.1347
07:45 - 08:00 0.1223 0.1224
08:00 - 08:15 0.1320 0.1310
08:15 - 08:30 0.1249 0.1236
08:30 - 08:45 0.1163 0.1172
08:45 - 09:00 0.1085 0.1028
09:00 - 09:15 0.1196 0.1170
09:15 - 09:30 0.1053 0.1060
09:30 - 09:45 0.1036 0.1059
09:45 - 10:00 0.1102 0.0926
10:00 - 10:15 0.1162 0.1121
10:15 - 10:30 0.1060 0.0912
10:30 - 10:45 0.1003 0.0778
10:45 - 11:00 0.0863 0.0475
11:00 - 11:15 0.1055 0.0799
11:15 - 11:30 0.0938 0.0642
11:30 - 11:45 0.0847 0.0420
11:45 - 12:00 0.0859 0.0296
12:00 - 12:15 0.0910 0.0400
12:15 - 12:30 0.0881 0.0287
12:30 - 12:45 0.0823 0.0250
12:45 - 13:00 0.0872 0.0194
13:00 - 13:15 0.0968 0.0267
13:15 - 13:30 0.0908 0.0219
13:30 - 13:45 0.0866 0.0160
13:45 - 14:00 0.0805 0.0110
14:00 - 14:15 0.0781 0.0211
14:15 - 14:30 0.0789 0.0238
14:30 - 14:45 0.0746 0.0263
14:45 - 15:00 0.0703 0.0324
15:00 - 15:15 0.0821 0.0250
15:15 - 15:30 0.0749 0.0420
15:30 - 15:45 0.0784 0.0541
15:45 - 16:00 0.0812 0.0713
16:00 - 16:15 0.0726 0.0468
16:15 - 16:30 0.0799 0.0852
16:30 - 16:45 0.0907 0.0968
16:45 - 17:00 0.0984 0.1045
17:00 - 17:15 0.0846 0.0830
17:15 - 17:30 0.1003 0.1016
17:30 - 17:45 0.1092 0.1166
17:45 - 18:00 0.1208 0.1320
18:00 - 18:15 0.1055 0.1012
18:15 - 18:30 0.1148 0.1259
18:30 - 18:45 0.1221 0.1425
18:45 - 19:00 0.1284 0.1693
19:00 - 19:15 0.1261 0.1504
19:15 - 19:30 0.1353 0.1779
19:30 - 19:45 0.1478 0.2896
19:45 - 20:00 0.1560 0.4354
20:00 - 20:15 0.1452 0.3349
20:15 - 20:30 0.1531 0.4021
20:30 - 20:45 0.1682 0.5229
20:45 - 21:00 0.1712 0.5769
21:00 - 21:15 0.1696 0.5626
21:15 - 21:30 0.1667 0.5313
21:30 - 21:45 0.1608 0.4110
21:45 - 22:00 0.1524 0.3642
22:00 - 22:15 0.1718 0.4216
22:15 - 22:30 0.1592 0.3098
22:30 - 22:45 0.1545 0.2014
22:45 - 23:00 0.1468 0.1666
23:00 - 23:15 0.1514 0.1917
23:15 - 23:30 0.1445 0.1658
23:30 - 23:45 0.1385 0.1571
23:45 - 00:00 0.1341 0.1478


Der niederländische Strommarkt

Die Niederlande erleben einen tiefgreifenden Wandel in ihrer Stromlandschaft. Während das Land seine Ziele im Bereich der sauberen Energie beschleunigt, spüren sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher spürbare Veränderungen bei der Stromerzeugung, -bepreisung und -lieferung. Zwischen 2023 und 2025 wird der niederländische Markt grüner, dynamischer und zunehmend technologiegetrieben. Das sollten Sie wissen.


Ein sich wandelnder Energiemix

Traditionell stark vom Erdgas abhängig, vollziehen die Niederlande eine schnelle Wende hin zu erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 stammten fast 50 % des gesamten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein Anstieg gegenüber 40 % im Jahr zuvor. Die größten Treiber dieses Wandels? Wind- und Solarenergie.

Windenergie führte die Entwicklung an und erzeugte 2023 rund 29 Milliarden kWh – ein Anstieg von 35 % gegenüber 2022. Die Solarenergie lag mit etwa 21 Milliarden kWh knapp dahinter – ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Biomasse trug einen kleineren, aber stabilen Anteil von etwa 6 % bei.

Dieser Anstieg an grüner Energie ermöglichte es den Niederlanden, ihren Kohleverbrauch um 38 % zu senken (2023) und die Emissionen aus der Stromerzeugung um 22 % zu reduzieren. Anfang 2024 erreichte das Land bereits einen neuen Meilenstein: Über 50 % der Stromproduktion stammten im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Quellen. Der Ausbau von Offshore-Windkraft und Solaranlagen auf Dächern dürfte diesen Anteil bis 2025 weiter steigern.


Strompreise: Was steht auf Ihrer Rechnung?

Die Strompreise in den Niederlanden setzen sich aus drei Hauptkomponenten zusammen:

  1. Energielieferkosten – Die tatsächlichen Stromkosten, bestimmt durch Großhandelspreise und Lieferantenmargen. Diese machen etwa 40 % einer typischen Haushaltsrechnung aus.
  2. Netzgebühren – Regulierte Gebühren für die Nutzung des Übertragungs- und Verteilnetzes. Sie machen 20–25 % der Rechnung aus und werden von Netzbetreibern wie TenneT und regionalen Verteilern festgelegt.
  3. Steuern und Mehrwertsteuer – Die Energiesteuer (Energiebelasting) wird pro kWh erhoben, die Mehrwertsteuer (21 %) wird auf nahezu alles aufgeschlagen. Zusammen können sie 35–40 % des Gesamtpreises ausmachen.

Haushalte erhalten eine jährliche Steuervergütung (etwa 500 € im Jahr 2023), die steigende Energiepreise etwas abfedert. Unternehmen profitieren hingegen nicht von dieser Vergünstigung und zahlen bei höherem Verbrauch meist niedrigere Steuersätze pro kWh.

Um Verbraucher 2023 vor hohen Preisen zu schützen, deckelte die niederländische Regierung den Strompreis vorübergehend auf 0,40 €/kWh für die ersten 2.900 kWh. Diese Regelung lief 2024 aus, da sich die Großhandelspreise stabilisierten.


Dynamische Tarife: Der Aufstieg der Echtzeitpreise

Eine stille Revolution verändert die Art, wie Strom verkauft wird. Dynamische Tarife – bei denen sich die Strompreise stündlich nach dem Großhandelsmarkt richten – haben sich in nur wenigen Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream entwickelt.

Dank des flächendeckenden Rollouts von Smart Metern kann mittlerweile fast jeder niederländische Haushalt dynamische Verträge abschließen. Im Gegensatz zu festen oder variablen Tarifen ermöglichen dynamische Preise es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch an aktuelle Preissignale anzupassen – z. B. das Laden von E-Autos nachts, Wäschewaschen an sonnigen Nachmittagen oder das Vermeiden stromintensiver Geräte während Spitzenzeiten.

Bis Ende 2024 hatten rund 423.000 Haushalte – etwa 6 % – dynamische Tarife übernommen, ein starker Anstieg gegenüber 150.000 Anfang 2023. Der Trend dürfte sich fortsetzen: Neue Gesetze könnten alle Anbieter bis 2025 zur Bereitstellung dynamischer Optionen verpflichten.

Auch Unternehmen ziehen nach. Vattenfall etwa führte 2024 dynamische Tarife für KMU ein und ermöglicht es Unternehmern so, durch flexible Nutzung Energie zu sparen.


Wer bietet dynamische Energie an?

Mit steigender Nachfrage nach dynamischen Verträgen reagieren Anbieter mit innovativen Angeboten. Hier sind einige der führenden Akteure:

  • ANWB Energie: Unterstützt vom niederländischen Automobilclub, wurde ANWB schnell Marktführer bei dynamischen Verträgen. Es bietet stündliche Strom- und tägliche Gastarife über die EnergyZero-Plattform an.

  • Eneco: Als eines der „großen Drei“-Versorgungsunternehmen brachte Eneco Ende 2023 seinen dynamischen Tarif auf den Markt. Kunden können zwischen dynamischem Strom und festen oder dynamischen Gastarifen wählen. Eneco ist zudem einer der wenigen Anbieter, die diese Option auch Haushalten mit Solaranlagen anbieten.

  • Zonneplan: Ursprünglich ein Solarunternehmen, ist Zonneplan heute ein Anbieter dynamischer Energie mit auf Solaranlagen abgestimmten Funktionen – etwa ohne Einspeisesanktionen und mit intelligenter App-Steuerung.

  • NextEnergy & Frank Energie: Diese Digital-First-Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf dynamische Preise und bieten ultratransparente Tarife und elegante Apps für Haushalte, die volle Kontrolle über ihre Stromrechnung wünschen.

  • Vandebron: Ein Pionier im Bereich grüner Energie. Der dynamische Tarif von Vandebron stammt zu 100 % aus lokalen erneuerbaren Quellen und spricht umweltbewusste Nutzer an.

  • Tibber: Ein nordischer Newcomer mit Technikfokus. Tibber integriert sich in Smart-Home-Geräte und bietet stündliche Preise ohne kWh-Aufschlag – nur eine monatliche Grundgebühr.

  • Budget Energie: Bekannt für günstige Preise. Der dynamische Tarif von Budget liegt oft unter dem Marktniveau und ist bei preissensiblen Verbrauchern beliebt.

Weitere bekannte Namen sind EasyEnergy, Centraal Beheer und Engie – alle mit Varianten dynamischer Preisgestaltung.


Warum auf dynamisch umstellen?

Dynamische Preise sind nicht nur eine Möglichkeit zu sparen – sie sind auch ein Schritt hin zu einem intelligenteren, grüneren Stromnetz. Wenn Verbraucher ihren Stromverbrauch auf Zeiten mit überschüssiger erneuerbarer Energie (z. B. sonnige Mittage oder windige Nächte) verlagern, helfen sie dabei, das Netz auszubalancieren und den Einsatz fossiler Reservekraftwerke zu reduzieren.

Zwischen 2023 und 2024 gab es mehrere Fälle von null oder sogar negativen Strompreisen, bei denen Kunden mit dynamischen Verträgen im Grunde Geld dafür bekamen, Strom zu verbrauchen. Diese Möglichkeit gibt es bei Festpreistarifen schlichtweg nicht.

Dennoch ist dynamisches Pricing nicht für jeden geeignet. Wer seinen Verbrauch nicht verlagern kann oder Preissicherheit bevorzugt, ist mit einem klassischen Vertrag möglicherweise besser bedient. Doch für alle, die bereit sind, ihr Verhalten anzupassen – oder dies über Smart-Tech zu automatisieren – können die Einsparungen erheblich sein.


Ein Blick in die Zukunft

Im Laufe des Jahres 2025 wird der niederländische Strommarkt noch flexibler, transparenter und grüner werden. Mit wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, der Verbreitung intelligenter Technologien und immer mehr Werkzeugen für Verbraucher zur Energieverwaltung bereiten die Niederlande den Weg in eine moderne Energiezukunft.

Dynamisches Pricing steht im Zentrum dieses Wandels. Es gibt Verbrauchern die Kontrolle über ihren Verbrauch, senkt die Kosten und unterstützt den Übergang zu einem CO₂-armen Stromsystem. Ob Haushalt oder Unternehmen – jetzt ist die Zeit, sich mit der Zukunft zu verbinden.