Aktueller Preis
0.0354 €/kWh
14:45 - 15:00
Mindestpreis
0.0154 €/kWh
10:45 - 11:00
Durchschnittlicher Preis
0.0898 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.1638 €/kWh
17:45 - 18:00

Strompreise - Niederlande

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Niederlande im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Amsterdam)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1264 0.1263
00:15 - 00:30 0.1190 0.1201
00:30 - 00:45 0.1197 0.1125
00:45 - 01:00 0.1155 0.1098
01:00 - 01:15 0.1183 0.1107
01:15 - 01:30 0.1179 0.1094
01:30 - 01:45 0.1160 0.1084
01:45 - 02:00 0.1120 0.1054
02:00 - 02:15 0.1115 0.1131
02:15 - 02:30 0.1128 0.1106
02:30 - 02:45 0.1171 0.1101
02:45 - 03:00 0.1149 0.1082
03:00 - 03:15 0.1118 0.1066
03:15 - 03:30 0.1105 0.1055
03:30 - 03:45 0.1090 0.1059
03:45 - 04:00 0.1117 0.1075
04:00 - 04:15 0.1069 0.1060
04:15 - 04:30 0.1058 0.1076
04:30 - 04:45 0.1062 0.1096
04:45 - 05:00 0.1067 0.1114
05:00 - 05:15 0.1048 0.1105
05:15 - 05:30 0.1073 0.1178
05:30 - 05:45 0.1071 0.1321
05:45 - 06:00 0.1093 0.1471
06:00 - 06:15 0.1079 0.1401
06:15 - 06:30 0.1041 0.1518
06:30 - 06:45 0.1050 0.1508
06:45 - 07:00 0.0959 0.1523
07:00 - 07:15 0.1231 0.1658
07:15 - 07:30 0.0993 0.1558
07:30 - 07:45 0.0817 0.1480
07:45 - 08:00 0.0783 0.1408
08:00 - 08:15 0.0931 0.1555
08:15 - 08:30 0.0844 0.1456
08:30 - 08:45 0.0767 0.1312
08:45 - 09:00 0.0686 0.1095
09:00 - 09:15 0.0876 0.1301
09:15 - 09:30 0.0470 0.1146
09:30 - 09:45 0.0354 0.1171
09:45 - 10:00 0.0200 0.1108
10:00 - 10:15 0.0351 0.1282
10:15 - 10:30 0.0290 0.1068
10:30 - 10:45 0.0205 0.1058
10:45 - 11:00 0.0154 0.0937
11:00 - 11:15 0.0278 0.1064
11:15 - 11:30 0.0233 0.1021
11:30 - 11:45 0.0230 0.1021
11:45 - 12:00 0.0226 0.0962
12:00 - 12:15 0.0227 0.1032
12:15 - 12:30 0.0277 0.0883
12:30 - 12:45 0.0301 0.0836
12:45 - 13:00 0.0338 0.0798
13:00 - 13:15 0.0279 0.0861
13:15 - 13:30 0.0338 0.0810
13:30 - 13:45 0.0354 0.0744
13:45 - 14:00 0.0355 0.0875
14:00 - 14:15 0.0425 0.0868
14:15 - 14:30 0.0466 0.0941
14:30 - 14:45 0.0355 0.0967
14:45 - 15:00 0.0354 0.0997
15:00 - 15:15 0.0353 0.0932
15:15 - 15:30 0.0373 0.0982
15:30 - 15:45 0.0478 0.1019
15:45 - 16:00 0.0596 0.1112
16:00 - 16:15 0.0535 0.0892
16:15 - 16:30 0.0619 0.0985
16:30 - 16:45 0.0669 0.1105
16:45 - 17:00 0.0788 0.1290
17:00 - 17:15 0.0293 0.0908
17:15 - 17:30 0.0936 0.1213
17:30 - 17:45 0.1359 0.1337
17:45 - 18:00 0.1638 0.1455
18:00 - 18:15 0.1016 0.1192
18:15 - 18:30 0.1150 0.1233
18:30 - 18:45 0.1241 0.1242
18:45 - 19:00 0.1304 0.1337
19:00 - 19:15 0.1307 0.1532
19:15 - 19:30 0.1280 0.1553
19:30 - 19:45 0.1406 0.2030
19:45 - 20:00 0.1565 0.3100
20:00 - 20:15 0.1422 0.2012
20:15 - 20:30 0.1443 0.2409
20:30 - 20:45 0.1459 0.2348
20:45 - 21:00 0.1481 0.2046
21:00 - 21:15 0.1441 0.2470
21:15 - 21:30 0.1387 0.1968
21:30 - 21:45 0.1339 0.1575
21:45 - 22:00 0.1287 0.1423
22:00 - 22:15 0.1373 0.1786
22:15 - 22:30 0.1378 0.1497
22:30 - 22:45 0.1249 0.1414
22:45 - 23:00 0.1188 0.1363
23:00 - 23:15 0.1319 0.1504
23:15 - 23:30 0.1197 0.1371
23:30 - 23:45 0.1145 0.1306
23:45 - 00:00 0.1117 0.1238


Der niederländische Strommarkt

Die Niederlande erleben einen tiefgreifenden Wandel in ihrer Stromlandschaft. Während das Land seine Ziele im Bereich der sauberen Energie beschleunigt, spüren sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher spürbare Veränderungen bei der Stromerzeugung, -bepreisung und -lieferung. Zwischen 2023 und 2025 wird der niederländische Markt grüner, dynamischer und zunehmend technologiegetrieben. Das sollten Sie wissen.


Ein sich wandelnder Energiemix

Traditionell stark vom Erdgas abhängig, vollziehen die Niederlande eine schnelle Wende hin zu erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 stammten fast 50 % des gesamten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein Anstieg gegenüber 40 % im Jahr zuvor. Die größten Treiber dieses Wandels? Wind- und Solarenergie.

Windenergie führte die Entwicklung an und erzeugte 2023 rund 29 Milliarden kWh – ein Anstieg von 35 % gegenüber 2022. Die Solarenergie lag mit etwa 21 Milliarden kWh knapp dahinter – ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Biomasse trug einen kleineren, aber stabilen Anteil von etwa 6 % bei.

Dieser Anstieg an grüner Energie ermöglichte es den Niederlanden, ihren Kohleverbrauch um 38 % zu senken (2023) und die Emissionen aus der Stromerzeugung um 22 % zu reduzieren. Anfang 2024 erreichte das Land bereits einen neuen Meilenstein: Über 50 % der Stromproduktion stammten im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Quellen. Der Ausbau von Offshore-Windkraft und Solaranlagen auf Dächern dürfte diesen Anteil bis 2025 weiter steigern.


Strompreise: Was steht auf Ihrer Rechnung?

Die Strompreise in den Niederlanden setzen sich aus drei Hauptkomponenten zusammen:

  1. Energielieferkosten – Die tatsächlichen Stromkosten, bestimmt durch Großhandelspreise und Lieferantenmargen. Diese machen etwa 40 % einer typischen Haushaltsrechnung aus.
  2. Netzgebühren – Regulierte Gebühren für die Nutzung des Übertragungs- und Verteilnetzes. Sie machen 20–25 % der Rechnung aus und werden von Netzbetreibern wie TenneT und regionalen Verteilern festgelegt.
  3. Steuern und Mehrwertsteuer – Die Energiesteuer (Energiebelasting) wird pro kWh erhoben, die Mehrwertsteuer (21 %) wird auf nahezu alles aufgeschlagen. Zusammen können sie 35–40 % des Gesamtpreises ausmachen.

Haushalte erhalten eine jährliche Steuervergütung (etwa 500 € im Jahr 2023), die steigende Energiepreise etwas abfedert. Unternehmen profitieren hingegen nicht von dieser Vergünstigung und zahlen bei höherem Verbrauch meist niedrigere Steuersätze pro kWh.

Um Verbraucher 2023 vor hohen Preisen zu schützen, deckelte die niederländische Regierung den Strompreis vorübergehend auf 0,40 €/kWh für die ersten 2.900 kWh. Diese Regelung lief 2024 aus, da sich die Großhandelspreise stabilisierten.


Dynamische Tarife: Der Aufstieg der Echtzeitpreise

Eine stille Revolution verändert die Art, wie Strom verkauft wird. Dynamische Tarife – bei denen sich die Strompreise stündlich nach dem Großhandelsmarkt richten – haben sich in nur wenigen Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream entwickelt.

Dank des flächendeckenden Rollouts von Smart Metern kann mittlerweile fast jeder niederländische Haushalt dynamische Verträge abschließen. Im Gegensatz zu festen oder variablen Tarifen ermöglichen dynamische Preise es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch an aktuelle Preissignale anzupassen – z. B. das Laden von E-Autos nachts, Wäschewaschen an sonnigen Nachmittagen oder das Vermeiden stromintensiver Geräte während Spitzenzeiten.

Bis Ende 2024 hatten rund 423.000 Haushalte – etwa 6 % – dynamische Tarife übernommen, ein starker Anstieg gegenüber 150.000 Anfang 2023. Der Trend dürfte sich fortsetzen: Neue Gesetze könnten alle Anbieter bis 2025 zur Bereitstellung dynamischer Optionen verpflichten.

Auch Unternehmen ziehen nach. Vattenfall etwa führte 2024 dynamische Tarife für KMU ein und ermöglicht es Unternehmern so, durch flexible Nutzung Energie zu sparen.


Wer bietet dynamische Energie an?

Mit steigender Nachfrage nach dynamischen Verträgen reagieren Anbieter mit innovativen Angeboten. Hier sind einige der führenden Akteure:

  • ANWB Energie: Unterstützt vom niederländischen Automobilclub, wurde ANWB schnell Marktführer bei dynamischen Verträgen. Es bietet stündliche Strom- und tägliche Gastarife über die EnergyZero-Plattform an.

  • Eneco: Als eines der „großen Drei“-Versorgungsunternehmen brachte Eneco Ende 2023 seinen dynamischen Tarif auf den Markt. Kunden können zwischen dynamischem Strom und festen oder dynamischen Gastarifen wählen. Eneco ist zudem einer der wenigen Anbieter, die diese Option auch Haushalten mit Solaranlagen anbieten.

  • Zonneplan: Ursprünglich ein Solarunternehmen, ist Zonneplan heute ein Anbieter dynamischer Energie mit auf Solaranlagen abgestimmten Funktionen – etwa ohne Einspeisesanktionen und mit intelligenter App-Steuerung.

  • NextEnergy & Frank Energie: Diese Digital-First-Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf dynamische Preise und bieten ultratransparente Tarife und elegante Apps für Haushalte, die volle Kontrolle über ihre Stromrechnung wünschen.

  • Vandebron: Ein Pionier im Bereich grüner Energie. Der dynamische Tarif von Vandebron stammt zu 100 % aus lokalen erneuerbaren Quellen und spricht umweltbewusste Nutzer an.

  • Tibber: Ein nordischer Newcomer mit Technikfokus. Tibber integriert sich in Smart-Home-Geräte und bietet stündliche Preise ohne kWh-Aufschlag – nur eine monatliche Grundgebühr.

  • Budget Energie: Bekannt für günstige Preise. Der dynamische Tarif von Budget liegt oft unter dem Marktniveau und ist bei preissensiblen Verbrauchern beliebt.

Weitere bekannte Namen sind EasyEnergy, Centraal Beheer und Engie – alle mit Varianten dynamischer Preisgestaltung.


Warum auf dynamisch umstellen?

Dynamische Preise sind nicht nur eine Möglichkeit zu sparen – sie sind auch ein Schritt hin zu einem intelligenteren, grüneren Stromnetz. Wenn Verbraucher ihren Stromverbrauch auf Zeiten mit überschüssiger erneuerbarer Energie (z. B. sonnige Mittage oder windige Nächte) verlagern, helfen sie dabei, das Netz auszubalancieren und den Einsatz fossiler Reservekraftwerke zu reduzieren.

Zwischen 2023 und 2024 gab es mehrere Fälle von null oder sogar negativen Strompreisen, bei denen Kunden mit dynamischen Verträgen im Grunde Geld dafür bekamen, Strom zu verbrauchen. Diese Möglichkeit gibt es bei Festpreistarifen schlichtweg nicht.

Dennoch ist dynamisches Pricing nicht für jeden geeignet. Wer seinen Verbrauch nicht verlagern kann oder Preissicherheit bevorzugt, ist mit einem klassischen Vertrag möglicherweise besser bedient. Doch für alle, die bereit sind, ihr Verhalten anzupassen – oder dies über Smart-Tech zu automatisieren – können die Einsparungen erheblich sein.


Ein Blick in die Zukunft

Im Laufe des Jahres 2025 wird der niederländische Strommarkt noch flexibler, transparenter und grüner werden. Mit wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, der Verbreitung intelligenter Technologien und immer mehr Werkzeugen für Verbraucher zur Energieverwaltung bereiten die Niederlande den Weg in eine moderne Energiezukunft.

Dynamisches Pricing steht im Zentrum dieses Wandels. Es gibt Verbrauchern die Kontrolle über ihren Verbrauch, senkt die Kosten und unterstützt den Übergang zu einem CO₂-armen Stromsystem. Ob Haushalt oder Unternehmen – jetzt ist die Zeit, sich mit der Zukunft zu verbinden.